Hallo und herzlich willkommen auf meinem Blog! Mein Name ist Ingrun, ich bin 37 Jahre alt und die stolze Mutter eines wunderbaren Sohnes. In diesem ersten Beitrag möchte ich euch einen Einblick in meine persönliche Geschichte geben, die mich dazu gebracht hat, diesen Blog zu starten.
Meine Reise mit ADHS und Autismus ist einzigartig und hat mich viele Lektionen gelehrt, die ich gerne mit euch teilen möchte. Vielleicht erkennt sich der eine oder andere in meinen Erfahrungen wieder oder findet in meinen Erzählungen einen Funken Hoffnung und Verständnis.
Die ersten Schritte: Frühe Jahre und erste Schwierigkeiten
Schon als Kind war ich anders. Ich hatte Schwierigkeiten, mich in Gruppen einzufügen, und war oft in meine eigene Welt vertieft. In der Schule fiel es mir schwer, mich zu konzentrieren, und ich wurde leicht abgelenkt. Ich war oft verträumt, vergaß schnell Dinge und hatte Schwierigkeiten, mich an Regeln zu halten. Meine Lehrer beschrieben mich als „sehr intelligent, aber faul und unkonzentriert“. Diese Kommentare haben mich lange Zeit begleitet und an meinem Selbstbewusstsein genagt. Damals wusste ich nicht, dass dies die ersten Anzeichen für ADHS und Autismus waren.
Meine Familie und Freunde sahen in mir ein kreatives, aber sehr sensibles Kind. Ich war oft überfordert von lauten Geräuschen und Menschenmengen und zog mich lieber in ruhigere Umgebungen zurück. Soziale Interaktionen waren für mich immer eine Herausforderung, und ich hatte Mühe, die nonverbalen Signale meiner Mitmenschen zu verstehen.
Ein Leben in Unsicherheit: Jugendjahre und frühes Erwachsenenalter
In meinen Teenagerjahren und im frühen Erwachsenenalter verschärften sich diese Schwierigkeiten. Ich kämpfte mit meinen schulischen Leistungen und wechselte oft den Beruf, weil ich in keinem Job lange bleiben konnte. Beziehungen waren kompliziert und oft von Missverständnissen geprägt. Ich fühlte mich oft missverstanden und isoliert, ohne zu wissen, warum.
Die sozialen Normen und Erwartungen der Gesellschaft schienen mir unverständlich und überwältigend. Ich hatte das Gefühl, ständig gegen unsichtbare Barrieren anzukämpfen, die andere Menschen mühelos durchbrachen. Dieses ständige Gefühl der Andersartigkeit und der innere Konflikt führten zu erheblichen Selbstzweifeln und einer tiefen inneren Unruhe.
Der Wendepunkt: Die Autismus-Selbstdiagnose
Mit 30 Jahren stieß ich zufällig auf Informationen über Autismus-Spektrum-Störungen. Ich las Artikel, Bücher und Erfahrungsberichte von Menschen, die ihre Geschichten teilten. Vieles von dem, was sie beschrieben, kam mir erschreckend vertraut vor. Die Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion, die sensorischen Überempfindlichkeiten, das Bedürfnis nach Routine und Struktur – all das passte zu meinen eigenen Erfahrungen.
Diese Erkenntnis war ein Wendepunkt in meinem Leben. Ich begann, mich intensiv mit dem Thema Autismus auseinanderzusetzen und erkannte, dass viele meiner Probleme und Verhaltensweisen auf eine mögliche Autismus-Spektrum-Störung hinweisen könnten. Obwohl ich keine offizielle Diagnose erhielt, fühlte ich mich erstmals verstanden und fand Erklärungen für meine jahrzehntelangen Kämpfe.
Die offizielle Diagnose: ADHS
Drei Jahre nach meiner Selbstdiagnose als Autistin suchte ich erneut professionelle Hilfe, da ich weiterhin mit erheblichem Stress und Konzentrationsproblemen zu kämpfen hatte. Diesmal erhielt ich die Diagnose ADHS. Die Bestätigung, dass ich ADHS habe, brachte mir erneut Klarheit und Verständnis für viele meiner Verhaltensweisen und Herausforderungen im Alltag.
Die Diagnose ADHS erklärte vieles: meine Schwierigkeiten, Aufgaben zu Ende zu bringen, meine ständigen Gedankensprünge und meine Unfähigkeit, mich über längere Zeit auf eine Sache zu konzentrieren. Es war, als ob ich ein weiteres Puzzleteil meines Lebens gefunden hätte.
Mein Alltag mit ADHS und Autismus
Das Leben mit ADHS und Autismus ist nicht immer einfach, aber es hat mir auch viele wertvolle Lektionen beigebracht. Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, auf meine Bedürfnisse zu achten und Strategien zu entwickeln, die mir helfen, den Alltag besser zu bewältigen.
Eines der wichtigsten Dinge, die ich gelernt habe, ist die Bedeutung von Struktur und Routine. Feste Tagesabläufe und klare Pläne helfen mir, den Überblick zu behalten und mich weniger überfordert zu fühlen. Auch die Schaffung eines ruhigen und geordneten Umfelds ist für mich essenziell, um mich konzentrieren zu können und nicht von äußeren Reizen abgelenkt zu werden.
Gleichzeitig habe ich gelernt, mich selbst zu akzeptieren und meine Stärken zu erkennen. Meine Fähigkeit, tief in Themen einzutauchen und Dinge aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, ist eine meiner größten Stärken. Diese Fähigkeiten haben mir geholfen, in meiner Arbeit und in meinen persönlichen Projekten erfolgreich zu sein.
Warum dieser Blog?
Mit diesem Blog möchte ich meine Erfahrungen und Erkenntnisse mit anderen teilen. Ich weiß aus erster Hand, wie isolierend und frustrierend es sein kann, mit ADHS und Autismus zu leben, besonders wenn man sich unverstanden fühlt. Durch das Teilen meiner Geschichte hoffe ich, anderen Mut zu machen und ihnen zu zeigen, dass sie nicht allein sind.
Ich möchte auch praktische Tipps und Strategien weitergeben, die mir geholfen haben, meinen Alltag besser zu bewältigen. Von Zeitmanagement und Organisation bis hin zu Selbstfürsorge und Stressbewältigung – ich hoffe, dass meine Ratschläge anderen helfen können, ihre eigenen Herausforderungen zu meistern.
Die Bedeutung von Gemeinschaft und Unterstützung
Ein weiterer wichtiger Aspekt dieses Blogs ist die Schaffung einer Gemeinschaft. ADHS und Autismus sind oft unsichtbare Störungen, die von außen nicht immer erkennbar sind. Viele Betroffene fühlen sich isoliert und missverstanden. Durch den Austausch von Erfahrungen und den Aufbau eines Netzwerks hoffe ich, eine unterstützende und verständnisvolle Gemeinschaft zu schaffen.
Es ist wichtig, dass wir uns gegenseitig unterstützen und voneinander lernen. Jeder Mensch ist einzigartig, und obwohl unsere Erfahrungen unterschiedlich sein mögen, können wir doch viel voneinander profitieren. Indem wir unsere Geschichten teilen und uns gegenseitig ermutigen, können wir gemeinsam stärker werden.
Ein Ausblick: Was du auf meinem Blog erwarten kannst
Auf meinem Blog werde ich regelmäßig Beiträge zu verschiedenen Themen rund um ADHS und Autismus veröffentlichen. Du kannst dich auf informative Artikel, persönliche Geschichten und praktische Tipps freuen. Hier sind einige der Themen, die ich in Zukunft behandeln werde:
- Leben mit ADHS: Tipps und Tricks für den Alltag, Zeitmanagement, Organisation und Selbstfürsorge.
- Autismus im Alltag: Strategien für den Umgang mit sensorischen Überlastungen, soziale Interaktionen und die Schaffung einer unterstützenden Umgebung.
- Diagnose und Behandlung: Informationen zu Diagnoseverfahren, Therapiemöglichkeiten und der Suche nach professioneller Hilfe.
- Familie und Beziehungen: Unterstützung für Angehörige, Kommunikation und der Umgang mit Herausforderungen in Beziehungen.
- Erfahrungsberichte: Geschichten von anderen Betroffenen und deren Umgang mit ADHS und Autismus.
Meine Vision
Meine Vision für diesen Blog ist es, ein Ort des Wissens, der Unterstützung und der Gemeinschaft zu sein. Ich möchte eine Plattform schaffen, auf der Menschen mit ADHS und Autismus sowie deren Angehörige hilfreiche Informationen und Inspiration finden können. Es ist mein Ziel, ein Bewusstsein für diese Störungen zu schaffen und das Verständnis und die Akzeptanz in der Gesellschaft zu fördern.
Ich glaube fest daran, dass jeder Mensch, unabhängig von seinen Herausforderungen, die Fähigkeit hat, ein erfülltes und glückliches Leben zu führen. Es ist meine Mission, anderen zu zeigen, dass sie nicht allein sind und dass es immer Hoffnung gibt.
Ein offenes Ohr für dich
Ich freue mich darauf, diese Reise mit dir zu teilen und hoffe, dass du auf meinem Blog wertvolle Informationen und Unterstützung findest. Wenn du Fragen hast, dich austauschen möchtest oder einfach nur ein offenes Ohr benötigst, zögere nicht, mich zu kontaktieren. Gemeinsam können wir viel erreichen.
Vielen Dank, dass du hier bist, und ich freue mich darauf, dich auf meiner Reise zu begleiten.
Bis zum nächsten Mal!
Ingrun
Du magst noch weiter lesen? Hier sind einige Links:
Autismus Deutschland e.V.: Erfahre mehr über Autismus und finde Unterstützung bei Autismus Deutschland e.V.
Netzwerk für Autismus-Spektrum: Informationen und Unterstützung für Menschen im Autismus-Spektrum.
Autismus-Spektrum-Störung und ADHS: Artikel über die Schnittpunkte zwischen Autismus-Spektrum-Störung und ADHS.
Disclaimer
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und soll ein besseres Verständnis für ADHS und Autismus bieten. Er ersetzt in keiner Weise eine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung durch einen qualifizierten Arzt oder Therapeuten. Ich bin kein Arzt und arbeite nicht im medizinischen Bereich. Bei gesundheitlichen Fragen oder Problemen solltest du immer einen Arzt oder einen anderen qualifizierten Gesundheitsdienstleister konsultieren. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen und Recherchen und sollten nicht als medizinischer Rat betrachtet werden.

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